Grossmutters Küche

Es lohnt sich, einige Rezepte aus Grossmutters Menüplan nachzukochen

Mal angenommen, Sie hätten nichts ausser einem Garten, ein paar Bauernhöfe in der Nähe und eine Küche. Wären Sie in der Lage, alles, was Sie essen möchten, eigenhändig herzustellen?

Wohl kaum – wir kaufen viele Speisen ohne zu Überlegen im Dorfladen oder Supermarkt ein. Auf den Punkt gebracht, heisst dies: alle verpackten Lebensmittel gäbe es nicht ohne die Lebensmittelindustrie. Industriell hergestellte Lebensmittel wurden nötig, um die in den Städten wohnende Bevölkerung mit preiswerten Ersatzprodukten für frische Lebensmittel zu versorgen. Schliesslich wollte die immer grösser werdende Bevölkerung ohne eigenes Land in den Städten vor Hunger und Mangelernährung bewahrt werden. Parallel dazu hat sich die Gesellschaft verändert. Während eine Hausfrau um 1900 noch etwa sieben Stunden täglich in der Küche stand, verbringt sie gemäss einer Studie aus dem Jahr 2011 gerade noch knapp eine Stunde in der Küche, um unter der Woche ein Mittag- oder ein Abendessen zuzubereiten. Die zusätzlich gewonnene Zeit wird in den Beruf oder in die Freizeit investiert. Auf der anderen Seite haben viele Menschen den Bezug zu Nahrungsmitteln verloren und wissen nicht mehr, wie sie etwas zubereiten sollen und wie man hygienisch damit umgeht.

Zurück zu den Wurzeln
Das wird der Bevölkerung zunehmend bewusst. Sie interessiert sich wieder für ihre kulinarischen Wurzeln und für Grossmutters Rezepte. Viele wünschen sich möglichst nachhaltig erzeugte Lebensmittel aus der Region, an der Pflanze ausgereifte Früchte und Gemüse sowie Fleisch von artgerecht gehaltenen Tieren. Grossmutters Küche funktioniert, weil Fertiggerichte durch vollwertige, frische und naturbelassene Lebensmittel ersetzt werden. Und so ist sie umsetzbar: weniger Zucker, weniger Fertigprodukte, weniger Wurstwaren. Mit lokalen Lebensmitteln wie Wild, heimischen Fischen, Dörrobst, Äpfeln, frischen Beeren, angesäuerten Milchprodukten wie Joghurt, Dinkel und Roggenvollkornbrot.

 

Vorteile auf einen Blick

  • saisonal und regional
  • lässt altes Wissen wieder aufleben
  • erinnert an Ferien und Besuche beim Grosi
  • sich mit den Lebensmitteln auseinander setzen
  • erlaubt sogar Schokolade und Rösti

Marianne Botta I 22. Juni 2016

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