Geschichte

Eine lachende Frau mit Hut hält eine Blume in der Hand.

Wir können mehr als wir denken - Ein Interview mit Jochen Müller

Jochen, Du hast FlowerPower im Jahr 2005 gemeinsam mit Boris Caminada gegründet. Was beeindruckt die FlowerPower Mitglieder bis heute?

Immer wieder kommen Kunden mit der Bemerkung auf mich zu, dass sie sich in unseren FlowerPower-Räumlichkeiten enorm wohl fühlen. Sie schätzen die Atmosphäre, den entspannten Umgang untereinander und mit unseren Mitarbeitenden.

Das FlowerPower ist also anders, als andere Fitnesscenter?

Ja, wir verbinden auf harmonische Weise die Themen Bewegung, Entspannung und Ernährung. Denn, ein gesunder Körper braucht nicht nur Bewegung, sondern auch Momente der Ruhe und Regeneration. Die Geschichte und Entstehung des FlowerPower hat dabei auch sehr viel mit meiner eigenen Geschichte und Entwicklung zu tun.

Du bist in einer sportbegeisterten Familie und Region aufgewachsen?

Ich wuchs in Leysin auf, einer vom Ski- und Eishockeysport stark geprägten Schweizer Alpenregion. Sport lag bei uns in der Familie, mein Vater arbeitete als Bergführer und Skilehrer. Nicht selten fuhr ich vormittags in der regionalen Ski-Auswahl Rennen, um dann nachmittags im Eishockey die restliche Energie zu verbrauchen.

Bei so viel sportlicher Aktivität hat Dir Dein Körper bestimmt Grenzen gesetzt und neue Wege gewiesen?

Sicher, es gab zwei Wendepunkte. Ein erster Wendepunkt kam schon während meiner Jugendzeit. Wegen einer Krankheit musste ich mein Ski- und Eishockey-Training für vier Monate aussetzen. Das war nicht einfach, doch durch das rehabilitative Training entdeckte ich eine neue Leidenschaft, den Laufsport. Ich fand Gefallen an diversen Leichtathletik-Disziplinen und spezialisierte mich auf den 800m-Lauf.

Was war der zweite Wendepunkt?

Später studierte ich an der Sporthochschule in Magglingen. Wegen der hohen Laufbelastung ging es nicht lange, bis ich mir einen Ermüdungsbruch im Oberschenkel zuzog. Die darauf folgende Verletzungspause führte wieder zu einem Kurswechsel in meiner sportlichen Orientierung. Dieser Kurswechsel war in meinem Leben besonders wichtig, denn er war der Ausgangspunkt für die Entstehung des FlowerPower-Konzepts.

Zuvor hast Du Dir Dein Studium jedoch als Trainer in einem Fitnessstudio finanziert?

Ja, das war Anfang der 90er-Jahre. Ich arbeitete aushilfsweise in einem nahegelegenen Fitness-Studio und kam so in der Schweiz mit Spinning in Kontakt. Damals war Spining in Europa übrigens noch nicht sehr bekannt. In kurzer Zeit wurde ich zum Spinning-Masterinstruktor ausgebildet und konnte weltweit im Auftrag von Schwinn Fitness-Studios Spinning-Lektionen unterrichten.

Welche Erfahrungen aus dieser Zeit flossen dann in die Konzeption des FlowerPower mit ein?

In dieser Zeit lernte ich nicht nur unterschiedliche Länder und Kulturen kennen, sondern erhielt auch die verschiedensten Rückmeldungen auf die jeweiligen Unterrichts-Einheiten. Die Kursteilnehmenden stellten z.B. aufgrund diverser Konzentrationsübungen fest, dass sie Leistungen erbringen konnten welche sie sich zuvor niemals zugetraut hätten.

Unter richtiger Anleitung können Menschen als mehr erreichen als sie denken?

Sicher, es gab Personen die nach einem halbjährigen Spinning-Training im gleichen Raum ein Buch lesen konnten, in dem auch ihre Kinder am Spielen waren. Das war für sie vorher unmöglich. Diese Menschen entwickelten mehr Selbstsicherheit und waren auf einmal in der Lage sich besser einzuschätzen. Natürlich verlängerten diese Kunden ihre Abos, denn die gesteigerte Lebensqualität wollten sie nicht mehr missen.

In einem gesunden Körper wohnt also ein gesunder Geist und umgekehrt. Bringt das einen Teil der FlowerPower Geschichte auf den Punkt?

Weitgehend, denn die menschliche Leistungsfähigkeit wird nicht nur von physischen Faktoren geprägt. Die Psyche spielt eine wesentliche Rolle und wird häufig unterschätzt.

War diese Erkenntnis auch die Geburtsstunde des FlowerPower?

Ja, in mir wuchs das Verlangen eine Plattform zu bilden, auf der alle Menschen die vorher erwähnten Erfahrungen machen konnten. Ich hatte, gemeinsam mit Boris Caminada, die Idee, ein Angebot zu gestalten, das Körper und Geist auf verschiedene Weisen anspricht und verbindet. Daraus entstand 2005 das erste FlowerPower in Biel.

Was ist bis heute das Besondere an den FlowerPower-Studios?

Das vielfältige Angebot, der Name FlowerPower und das spezielle Farbkonzept. All das steht stellvertretend für die Vielfalt menschlicher Leistungsfähigkeit. «Flower» steht für das ruhige Element, die Entspannung und Erholung. Mit Flower verbinden wir in unseren Centern die grüne Farbe. «Power» steht für Aktivität und Bewegung. Unsere Bewegungszonen sind an der blauen Farbe zu erkennen. Die Pole Entspannung und Bewegung haben auf das Kundenverständnis unserer Mitarbeitenden einen fundamentalen Einfluss.

Das FlowerPower Konzept steht also für ein ganzheitliches Bewegungs- und Entspannungserlebnis?

Es geht uns nicht darum jedem Kunden partout ein Cardio- und Kraftprogramm zu verabreichen. Wir wollen unseren Kunden ein Programm offerieren, das ihren Wünschen und Bedürfnissen gerecht wird. Dies muss kein reines Trainingsprogramm sein, es kann sich auch um ein GroupFitness- und Wellness-Programm handeln welches erst im Laufe der Zeit mit einem Trainings-Bestandteil ergänzt wird. Der Kunde kommt zu uns und entwickelt sich bei uns, und dieser Entwicklung werden wir mit einem ganzheitlichen Fitness- und Wellnessangebot gerecht.

 

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